Wann?

12. November 2016 - 18:00 bis
20:30
Uhr

Plakat

Eventbeschreibung

HMDV meets HEBRON: Theater und Diskussion

Liebe (Theater-) Freundinnen und Freunde,
am Samstag, den 12. November 2016, ist die Premiere der Neuaufführung von HEBRON, geschrieben von dem israelischen Dichter Tamir Greenberg und übersetzt von Mirjam Pressler.

Dieses Drama wurde 2007 in einer gemeinsamen Produktion von Habima und Cameri, den größten Bühnen Israels, erstaufgeführt. Damals kam es zu Straßenprotesten der Siedler und ihrer Unterstützer, die es nicht ertrugen, daß in HEBRON (dem Stück, nicht der Stadt) das Leid und die Schuld der israelischen wie auch der palästinensischen Menschen gleich ernst genommen wurde. Im Internet sind heute noch Berichte von den damaligen Auseinandersetzungen vor den Theatern zu finden.

Die Theatergruppe Megalomania spielte Hebron in der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt Fechenheim, in der Peters(Kultur)Kirche und im Capitol in Offenbach.

Wir würden uns freuen, wenn viele Interessierte die Gelegenheit nutzen, dieses einzigartige Stück zu sehen und auch mit uns über die Aufführung und den dargestellten Konflikt zu diskutieren.

Wo?

Megalomania - Theatergruppe FFM
Offenbacher Landstraße 368
60599 Frankfurt am Main

Bilder der Veranstaltung

Bericht

HMDV met HEBRON

Am vergangenen Samstag fand die Premiere von HEBRON statt:
In dem Theaterstück eskaliert der gewalttätige Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern mit der Ermordung eines Jüdischen und eines Muslimischen Kindes. In ihrer Verzweiflung weigern sich die Mütter die Leichen ihrer Kinder beerdigen zu lassen und rebellieren somit gegen die Regeln der jeweiligen Religion. Ein Kreislauf von Gewalt, Rache und Zerstörung folgt, wobei beide betroffenen Familien nicht nur in ihrem Hass, sondern auch in ihrer Menschlichkeit und ihrem hilflosen Schmerz porträtiert werden.

In Ayala, der jungen Tochter der jüdischen Familie, in Mahdi, dem behinderten Sohn der palästinensischen Familie und einem kleinen Waisenkind, das namenlos bleibt, personifiziert sich die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie verlassen die zerstörte Stadt, um gemeinsam ein friedliches Leben zu beginnen, in dem es Platz für ein Miteinander in Vielfalt gibt und die Koexistenz unterschiedlicher Religionen und Lebensformen respektiert wird.

Ein tolles Theaterstück, das zum Nachdenken anregt!