Wann?

25. April 2016 - 15:00 Uhr

Plakat

Eventbeschreibung

Der Schauspieler und Regisseur Haluk Piyes spricht und diskutiert über Liebe als positive Kraft in Familie und Gesellschaft. Dabei erhebt Herr Piyes seine authentische Stimme gegen Sucht, Hass und Gewalt!

Mit zahlreichen Filmen als Schauspieler (z.B. "KANAK ATTACK") und Regisseur (aktuell "ATEŞ aka FEUER") genießt der Ex-Boxer und Streetworker Haluk Piyes Kultstatus in der post-migrantischen Jugendszene.

Öffentliche Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Landesmodellprojekts Hessische Muslime für Demokratie und Vielfalt!
Veranstaltungsleitung: Mehmet Şenel, Landesprojektkoordinator, Hessische Muslime für Demokratie und Vielfalt!
Moderation: Betül Yimez, Jugendkoordinatorin, Türkische Kulturgemeinde Fechenheim

Der Eintritt ist frei.

Um 20:00 Uhr stellt Haluk Piyes mit einer Sondervorstellung im Frankfurt-Cinestar (Mainzer Landstraße) seinen neuen Kinofilm "MEIN NAME IST ATEŞ aka FEUER" vor.

Wo?

Universität Frankfurt
Raum H IV, Hörsaaltrakt
Campus Bockenheim
60325 Frankfurt

Bilder der Veranstaltung

Bericht

Am Montag, den 25. April hat Schauspieler und Regisseur Haluk Piyes zu 100 Teilnehmer*innen unserer Diskussionsveranstaltung an der Goethe-Universität gesprochen. Sein lässiges und dabei authentisches Auftreten weckte Interesse; seine Gabe, das Publikum zu erreichen und zum Nachdenken zu bringen, begeisterte!

Zunächst gewährte Haluk Piyes einen Einblick in seine Kindheit und Jugend: Vater im Knast, aufgewachsen als Schlüsselkind im Ghetto. Die Liebe der Mutter, Unterstützung einer Lehrerin und Boxtrainer Ali Cakir als Vaterfigur impfen ihn, machen ihn stark: Piyes wird Deutscher Jugendmeister im Boxen, macht Abitur, studiert zunächst Jura, arbeitet als Streetworker, Moderator, Model, Schauspieler, und schafft mit KANAK ATTACK den Durchbruch. Studiert dann an einer Regie- und Drehbuchschule in Los Angeles und ist seitdem einer der erfolgreichsten deutsch-türkischen Filmemacher.

Energie würde nie verloren gehen: "Was von Herzen kommt, trifft auf Herzen!" Anhand seiner eigenen Lebensgeschichte zeigte Piyes, dass individuelles Engagement Unterschiede machen und Leben retten kann. Anderen etwas Gutes zu tun, sei der islamische Weg zum Glück. Immer wieder forderte Piyes die Zuhörer*innen auf, mutig zu sein und, auch im Angesicht von Widrigkeiten, nie aufzugeben. "Nein zur Opferrolle!" Ganz im Sinne von Empowerment-Pädagogik erklärte Piyes: "Ihr könnt eure schlimmsten Gegner sein, aber auch die größten Champions!"

Im Anschluss (im Central Grill) diskutierten Haluk Piyes, sein Freund und Koproduzent Şahin Çelik, Landesprojektkoordinator Mehmet Şenel und HMDV-Jugendkoordinatorin Betül Yimez Möglichkeiten einer längerfristigen Zusammenarbeit im Bereich der politischen Bildung. Danach ging es ins Cinestar auf der Mainzer Landtraße zur Premiere von "MEIN NAME IST ATEŞ aka FEUER"!